Unterschiedliche Teamgrößen für unterschiedliche Aufgaben
Die Teamgröße wird im Arbeitsalltag oft unterschätzt, obwohl sie entscheidend für den Erfolg ist.
Kleine Teams mit fünf Mitgliedern sind ideal, wenn schnelle Entscheidungen und Kreativität gefragt sind. Solche Teams können rasch tiefe Beziehungen aufbauen, die für psychologische Sicherheit wichtig sind, sich flexibel an unterschiedliche Herausforderungen anpassen und Wissen effektiv weitergeben, was die individuelle Entwicklung fördert.
Größere Teams, die aus etwa 15 Mitgliedern bestehen, glänzen hingegen in Situationen, die vielfältige Kompetenzen und Perspektiven erfordern. Diese Teams sind weniger anfällig für Ausfälle, da Mitglieder sich gegenseitig ergänzen können. Sie sind zudem besser vernetzt, was den Zugang zu zusätzlichen Ressourcen erleichtert. Die Synergien, die sich aus der Kombination verschiedener Kompetenzen ergeben führen zu außergewöhnlichen Ergebnissen.
Deshalb sollten Unternehmen je nach Zielsetzung und Aufgabenkomplexität die optimale Teamgröße sorgfältig auswählen und gegebenenfalls anpassen.
Kompetenzen, die sich gegenseitig ergänzen
Außergewöhnliche Ergebnisse entstehen durch die richtige Mischung von Kompetenzen und Perspektiven.
Technische Fachkenntnisse und soziale Kompetenzen sind dabei gleichermaßen wichtig. Ein hilfreiches Modell zur Abbildung dieser Kompetenzen ist das T-Modell. Teammitglieder sollten sowohl über fundierte Fachkenntnisse (die vertikale Achse des „T“) als auch über breite, fachübergreifende Kompetenzen (die horizontale Achse des „T“) verfügen. Diese Kombination ermöglicht es Teams, flexibel auf unterschiedliche Herausforderungen zu reagieren und voneinander zu lernen, wodurch sich deren Kompetenzprofil kontinuierlich weiterentwickelt und die Innovationskraft des Unternehmens gesteigert wird.
Durch kontinuierliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, sowie die Wertschätzung individueller Beiträge fühlen sich die Mitarbeitenden stärker mit dem Unternehmen verbunden; ein wesentlicher Faktor erfolgreicher Mitarbeiterbindung.
Teams als teilautonome Einheiten
Führungskräfte klagen häufig über Überlastung durch zu viele operative Aufgaben und mangelnde Zeit für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.
Selbstmanagement bietet hier einen Lösungsansatz. Teams, die als teilautonome Einheiten agieren, übernehmen Aufgaben mit klaren Zielen, Erwartungen und Erfolgskriterien. Sie bestimmen in Eigenverantwortung, wie sie ihre Ziele erreichen und kommen mit wenigen formalen Regeln aus. Diese Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg.
Durch die Autonomie der Teams werden Führungskräfte entlastet und können sich auf strategische Aufgaben konzentrieren. Dies ermöglicht eine effektivere und effizientere Führung, die langfristig zur Weiterentwicklung des Unternehmens beiträgt.
Selbstmanagement fördert nicht nur die Eigenverantwortung der einzelnen Mitarbeitenden und Teams, sondern schafft zudem eine Organisationsstruktur, die in der Lage ist, sich schnell an unterschiedliche Anforderungen anzupassen.
Dieser Artikel wurde uns von Hannes Alton zur Verfügung gestellt.
Haben wir Ihre Neugierde am Thema geweckt? Hannes Alton wird im November beim Webinar von ELAS Academy unser Gast sein, um tiefer in die Materie einzusteigen.
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