Auch berechtigte Stellen – wie öffentliche Verwaltungen, Sicherheitsbeauftragte und Auftraggeber – greifen über das Portal direkt auf die Punkteinformationen zu. Der Zugang erfolgt über digitale Identifikationssysteme wie SPID oder CIE. Das System aktualisiert alle Daten innerhalb von 24 Stunden.
Was ist neu?
Das Portal bietet neue Funktionen: Unternehmen beantragen jetzt Zusatzpunkte, etwa durch Investitionen in Arbeitsschutz, Schulungen oder moderne Technologien. Sie können zudem Dritte digital bevollmächtigen, den Punkteführerschein zu verwalten.
Wer den Punkteführerschein noch nicht beantragt hat, muss dies nun nachholen. Das System gleicht die Angaben automatisch mit den Daten der Handelskammer ab. Für ausländische Unternehmen ist eine Selbsterklärung über ein gleichwertiges Dokument aus dem Herkunftsland erforderlich.
So funktioniert das Punktesystem
Der Punkteführerschein startet mit 30 Punkten. Unternehmen erhöhen ihren Punktestand durch konkrete Maßnahmen auf bis zu 100 Punkte. Beispiele:
- 10 Punkte für nachgewiesene Berufserfahrung
- 20 Punkte für kontinuierliche Regelkonformität
- 40 Punkte für zertifizierte Investitionen in Sicherheit und Gesundheitsschutz
Weitere Punkte erhalten Unternehmen für:
- Schulungen für ausländische Arbeitskräfte
- Einsatz innovativer Sicherheitslösungen
- Regelmäßige Baustellenbesuche durch Betriebsärzte
- Nachgewiesene soziale und organisatorische Verantwortung
Zusätzlich schreibt das System alle zwei Jahre automatisch einen Punkt gut – vorausgesetzt, es liegen keine Verstöße vor.
Was ist der Punkteführerschein und warum ist er so wichtig?
Der Punkteführerschein für Baustellen ist ein digitales Bewertungssystem. Es macht die Zuverlässigkeit und Sicherheitskultur von Unternehmen und Selbstständigen im Bauwesen sichtbar.
Wer weniger als 15 Punkte hat, darf keine neuen Baustellen betreten. Das System fördert die transparente Auswahl von Auftragnehmern, erhöht die Arbeitssicherheit und bekämpft Schwarzarbeit sowie Regelverstöße wirksam.
